coffee-and-cigarettes

Mein Leben mit Depressionen und all den anderen Schwierigkeiten des Alltags
 
 

Eine Geschichte zu Max Ernst Bild der Weißen Woche



Die Nasskalte Luft strömt in meine Lunge, ich stoße sie keuchend wieder hinaus, meine Atmung spielt verrückt, wie immer wenn ich renne und ich renne! - Renne um mein Leben. Blende alles aus, alle Geräusche, alle Gerüche, renne einfach nur weiter, in Hoffnung auf Sicherheit. Nur das Geräusch des Windes der um meine Ohren pfeift dröhnt in meinen Gehörgängen, laut, nicht enden wollend, als hätte der Ton sich in meinem Inneren verirrt und würde nicht mehr heraus finden.
Kein Mal drehe ich mich um, zu gefährlich, zu wenig Zeit, ich kann nur hoffen das mein Kumpann sich hinter mir befindet, so kaltherzig das klingt, so vernünftig scheint es mir in diesem Moment.
"Laufen" das ist das einzige woran ich denken kann, dabei weiß ich nicht einmal mehr wovor ich weg renne, stehen zu bleiben traue ich mich allerdings auch nicht - zu Unwohl ist mir.
Die Schiffe,- der Hafen den ich versuche zu erreichen kommt mir Meilen weit weg vor, er entfernt sich immer weiter dabei renne ich doch auf ihn zu. Was zum Teufel ist hier los?! Wie komme ich hier her, und die viel wichtigere Frage wie komme ich hier wieder weg?! Regen prasselt auf mich hinab, mein Anzug saugt die kalten Tropfen gierig auf und legt sich schwer auf meine Schultern. An meinen Feder bedeckten Kopf prallen die Regentropfen ab, als plötzlich,-da - eine Hand aus dem einzigen Fenster der kahlen Hauswand herausschoss , eine Feder zwischen den Fingern. Was bedeutet das?! Wollte man mich rupfen?! Mein Gefieder haben?! Rannte ich deswegen weg?! Und wenn ja, wieso MEINE Federn?! Überall tauchen nun diese Hände auf. Sie greifen nach mir, junge, faltige, alte, dicke, dünne, rissige und gigantische Hände. Überall!!! Von allen Seiten stoßen sie auf mich hinab doch ich bin schneller. Das Adrenalin treibt mich vorwärts, doch anscheinend bin ich zu schnell, zu hastig,- denn ich falle, falle in ein tiefes Loch, ein schwarzes Nichts wie es mir scheint. Stimmen reden auf mich ein, ich meine sogar die ruhige, tiefe Stimme meines Kumpann zu hören. Es kommt mir vor als würde ich endlos fallen. Meine Rettung oder eine Falle, ich weiß es nicht, trotzdem breitet sich eine unerklärliche Erleichterung in mir aus.





- War einst eine Deutschhausaufgabe, vom Lehrer bekam ich eine 1. (Etwas anspruchsvoller und zum nachdenken und weiter spannen.)
- wenn das Bild nicht angezeigt wird einfach googeln Max Ernst weiße woche das Bild mit einem Menschen mit Vogelkopf der wegrennt

30.10.11 21:43

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